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ReuboScan - Die Vorgeschichte



Angefangen hat es vor ein paar Jahren, als ich mit Freunden das erste Mal im Prater (Disco in Bochum) war und in dieser großen, abgedunkelten Halle stand. Bei einem Lied hatte der LJ nur die Scanner in Betrieb - wenn ich mich richtig erinnere jeweils 4 an den längeren Seiten und 8 an einer Stirnseite der Halle. Er hatte gar nicht viel mit den eingebauten Gobos und anderen Effekten rumgespielt aber die Synchronität,

  Scanner
 
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die Bewegungen und Farbwechsel haben eine wahnsinnig geniale Atmosphäre erzeugt. Mich zumindest hat das total mitgerissen. Zu dem Zeitpunkt wußte ich noch gar nicht, wie diese sich bewegenden Lichtstrahlen zu stande kamen. Die Lasershow, die im Laufe des Abends auch noch geboten wurde, konnte mich dann allerdings nicht mehr begeistern (obwohl sie bestimmt gut war). Mir gingen die Scanner einfach nicht aus dem Kopf und ich wollte wissen, wie die Dinger funktionieren. Aber alles was man aus der Entfernung sehen konnte war eine Art auf dem Kopf stehender Diaprojektor und darüber ein ovaler Spiegel, der sich in 2 Achsen bewegte. Die erste Frage die mir tagelang nicht aus dem Kopf ging war: wie bewegt man einen Spiegel in zwei Achsen?

 

Das muß doch irgendwie ein Kardangelenk sein... Leider konnte man das aus der großen Entfernung nicht sehen aber klar war ja, das es da irgendwo zwei Motoren geben mußte. Zu Hause wurden dann erst mal zwei Motoren und ein Spiegel rausgekramt um sich das ganze mal bildlich zu machen. Es hat dann eine Weile gedauert bis ich rausfand das ein Motor von dem anderen mitgedreht, sprich auf dem selben befestigt sein mußte, um nicht auf irgendwelche Zahnradkonstruktionen zurückgreifen zu müssen (obwohl mir

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da eh keine eingefallen wäre). Eine Zahnradkonstruktion gab es dann zwar doch - aber dazu später mehr. Noch viel schwieriger war die Frage: was für Motoren verwenden die bloß? Normale Motoren scheiden sofort aus, das leuchtete ein. Denn es war frappierend, wie synchron die Dinger liefen und vor allem wie abrupt der Lichtstrahl aus einer Mordsgeschwindigkeit zum stehen kommen konnte. Die nächste Möglichkeit waren Servos aus dem Modelbau: beschleunigen und bremsen schnell, haben genügend Kraft

 

(ein Motormuß schließlich den zweiten mitsamt Spiegel bewegen), die Endschalter sind direkt eingebaut und sie sind leicht. Nur die Positionen lassen sich nicht reproduzieren. Also mußten es Schrittmotoren sein. Runter in den Keller, Schrittmotoren holen. War aber leider nur einer da - deshalb noch mal runter in den Keller und einen alten Drucker hochgeholt - da sind doch immer welche drin, oder? --------------------------->

Die erste Konstruktion war brutal mechanisch. Der untere Motor, der den Anderen mitsamt Spiegel trug hatte 200 Schritte pro Umdrehung und trug eine Grundplatte, auf der der zweite festgeklebt war. Der zweite Motor,

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so stellte ich fest, hatte dummerweise nur 36 Schritte pro Umdrehung - das war definitiv zu wenig, denn man kann ja keine ganze Umdrehung verwenden (vorausgesetzt man befestigt den Spiegel am Motor). Also bin ich überall rumgefahren und habe mir zwei Kunstoffzahnräder besorgt, ein kleines und ein großes. Das kleine habe ich auf die Schrittmotorachse geklebt und das große über einen Winkel an der Plattform. Jetzt brauchte ich nur noch den Spiegel an dem großen zu befestigen und fertig war die Schrittübersetzung (360 Schritte)... Der Grund, warum ich das eigentlich erzähle ist nur, daß diese erste Konstruktion natürlich total naiv war. Das Ding hat gewackelt wie ein Lämmerschwanz und wenn es nicht bei den ersten Probeläufen schon auseinandergeflogen wäre, hätte ich bestimmt noch ein Foto davon gemacht. Denn die ersten Kreise, Rechtecke und Achten konnte man damit schon an die Wand malen. Angestrahlt hatte ich den Spiegel im übrigen mit einem Diaprojektor, den ich genau wie die einfache Vollschritt-Motorsteuerung für den ersten "RoboScan" übernommen habe.


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